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Was unterscheidet die indische - vedische - Astrologie von der westlichen?
Einige Beispiele dazu:
Die indische Astrologie arbeitet mit dem siderischen Zodiak - oder anders ausgedrückt, mit dem wahren Tierkreis. Was heisst das?
Die westliche Astrologie geht von Analogien aus. Der Punkt der Tag- und Nachtgleiche (21. März) ist mit 0 ° Widder gleichzusetzen. Immer im Frühling ist folgende Energie zu beobachten: die Tage werden länger - das Licht erobert die Welt zurück. Die Bäume treiben Blätter und Blüten, Sprossen erkämpfen sich ihren Weg zum Teil durch noch gefrorene Erde - hinaus ans Licht.
Dies entspricht der ”Widderenergie” - der folgend Monat ist also ”Sonne in Widder” ....
Am Himmel ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Durch die Präzession, die Verschiebung des Punktes der Tag- und Nachtgleiche, befindet sich die Sonne am 21. März nicht auf 0° Widder, sondern auf ca 3 Grad Fische. (Daher auch der Ausdruck Fischezeitalter).
Die Indische Astrologie (im folgenden Jyotisch genannt) arbeitet mit den jetzigen sichtbaren Gegebenheiten. Ihre Energieunterscheidungen sind fein und genau. Sie unterteilen z.B. den Monat in 27 Nakshatras - Mondhäuser. Der Mond ist also nicht nur 2 1/2 Tag in einem Sternenbild (z.B. Zwilling) - sondern bewegt sich täglich bei seiner Bahn jeweils in der Nähe von Fixsternkonstallationen. Jede dieser Konstellationen hat eine andere Energie - und damit auch die spürbare Tageskonstellation.
Ebenso wird das Tithi - die Winkelbeziehung zwischen Mond und Sonne - betrachtet. 1. Tithi - der Tag nach Neumond, hat natürlich eine andere Energie als 15. Tithi - der Vollmondtag. Zunehmender Mond (Shukla) oder abnehmender Mond (Krishna) - Tagesherrscher (Montag hat als Tagesherrscher den Mond - Mon(d)-tag) - alle Wechselbeziehungen fliessen in die Betrachtung der Tages- und damit auch der Geburtsenergien mit ein.
In der vedischen Astrologie wird der Mensch in den Kosmos eingefügt - sein Platz in der Schöpfung, im Lauf der Welt wird beleuchtet. Nicht sein Ego (Sonne) steht im Vordergrund - sondern wie er in Harmonie mit der Umwelt lebt. An welchen Platz wurde er gestellt?
Hauptfokus der Horoskopbetrachtung: die Mondstellung (Nakshatra / Tithi / Shukla oder Krishna) danach Aszendent - und Sonne. Ein Inder mit Sonne Zwilling, Aszendent Löwe / Mond Anfang Steinbock würde also auf die Frage: welches Zeichen bist du? antworten: Ich bin Mula (- also: mein Mond steht in Mula. Das entspricht dem Bereich 0 bis ca 15 Grad Schütze nach siderischem Tierkreis). oder noch differenzierter: Mula geboren an einem Marstag (Dienstag) am 15 Tithi (am Tag des Vollmondes).
Auf der Mondstellung basierend werden die Berechnungen der günstigen Zeitpunkte für das Individuum vorgenommen - wann handelt der Mensch - im harmonischen Einklang mit dem Kosmos. Welche Tage eignen sich für welche Handlungen?
Weiterführende Links zur vedischen Astrologie:
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